Warenkunde Kaffee

 

1.  Anbau/ Ernte/ Verarbeitung 
Anbau/ Ernte
Kaffee ist ein zeit- und arbeitsintensives Produkt: je nach Anbaugebiet und Bodenbeschaffenheit vergehen 4-5 Jahre, bis eine junge Pflanze das erste Mal Früchte trägt. Die Kaffeekirsche hat eine Reifezeit von 8-10 Monaten, während der sie ihre Farbe von grün über gelb bis rotbraun wechselt. Da die Kirschen am gleichen Strauch unterschiedlich reifen, müssen die Bauern während der Erntezeit von November bis April (Lateinamerika) mehrere Pflückrunden machen und in Handarbeit die reifen roten Kirschen heraus pflücken.  

Nach der Ernte muss der Kaffee innerhalb von 24 Stunden weiter verarbeitet werden, um Qaulitätseinbußen zu verhindern. Die reifen Kaffeekirschen werden gequetscht und das Fruchtfleisch von der Pergamenthaut der Kaffeebohne getrennt. Die schleimigen Reste des Fruchtfleisches werden durch eine 16-30 Stunden dauernde Fermentation gelöst und mit Wasser abgewaschen. Danach werden die Bohnen mehrere Tage lang an der Sonne getrocknet. Bei dieser Gelegenheit werden Schmutz und fehlerhafte Bohnen aussortiert. In diesem Zustand des Kaffees spricht man von „Pergaminokaffee“ oder Hornschalenkaffee.  

Verarbeitung/ Lagerung
In den Aufbereitungsanlagen der Genossenschaften wird die Perganinoschale maschinell von den Bohnen abgeschält. Sie werden nochmals auf Verunreinigungen und Fehlbohnen sortiert und dann wird der Rohkaffee in 69kg-Export-Säcke (Lateinamerika) bzw. in 60 kg (Afrika)  verpackt.  

Geröstet wird der gepa-Kaffee in Deutschland in einem besonders schonenden Langzeit-Röstverfahren. Dies garantiert einen besonders bekömmlichen und aromatischen Kaffee.    

2. Verpackung
Die Verpackungen der gepa-Kaffees sind eine Innovation: recyclebar, aromaschützend und vorwiegend ohne Verwendung von Aluminium oder PVC!  

Bei den Vakuum-Packungen dient statt Aluminium als Sperrschicht aufgedampfter Alkohol, der das Vakuum hält.
Bei fast allen gepa-Kaffeefolien handelt es sich um recyclebare Verbundfolien. Design und Material wurden mit einem europaweit ausgeschiebenen Verpackungspreis ausgezeichnet!  

Für Großverbraucher bietet die gepa den beliebten und umweltfreundlichen Pfandeimer an.    

3. Qualität
Biologischer Anbau
Die gepa unterstützt ihre Handelspartner bei der Umstellung auf ökologischen Anbau. Gut die Hälfte unseres Kaffees kann bereits in Bio-Qualität angeboten werden. Öko-Anbau ist eine komplexe und arbeitsintensive Wirtschaftsweise. Dazu gehören der vollständige Verzicht auf Chemieeinsatz, Maßnahmen zur Verhinderung der Bodenerosion wie das Anpflanzen von Schattenbäumen, Terrassierung u.ä., die Beseitigung von Unkraut von Hand, eine intensive Kompostwirtschaft, bei der auch das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen genutzt wird, und eine besonders sorgfältige Pflege der Kaffeepflanzen. Außerdem können die Erträge in der Umstellungsphase von konventionell auf ökologisch zurück gehen.
Dies alles  kann nur funktionieren, wenn – wie im Fairen Handel – der erhöhte Arbeitseinsatz angemessen honoriert wird. Deshalb zahlt die gepa zuzüglich zum Mehrpreis einen „Bio-Aufschlag“, der die Mehrkosten abdecken soll.

Gentechnik
Veränderungen im Erbgut der Kaffeebohnen sollen zum Beispiel Kaffeebohnen ohne Koffeein hervorbringen. Mithilfe eines Bakteriums wird in Gentechnik-Labors dem Keimgewebe der Kaffeepflanze ein Gen eingepflanzt, das die Koffeinproduktion so weit hemmt, dass die Bohnen nur noch drei Prozent der heutigen Koffeinmenge produziert. Zugleich wird nach einer Kaffeepflanze geforscht, die gegen die häufig auftretende Krankheit „Kaffeerost“ resistent ist.
Wie sich der Konsum gentechnisch veränderter Lebensmittel aber auf den Menschen auswirkt, ist noch lange nicht hinlänglich erforscht. Es gibt ernst zu nehmende  Forschungsergebnisse, die von nachhaltigen Schäden sprechen, die bei Versuchstieren aufgetreten sind, die mit gentechnisch veränderten Kartoffelpflanzen gefüttert wurden.   Die gepa hat sich gegen gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel entschieden!    

4. Zubereitung  
Inzwischen ist nachgewiesen, dass Kaffeegenuss in Maßen durchaus sinnvoll ist. Neueste Erkenntnisse belegen eine Wirkung von Kaffee gegen Altersdiabetes. Neben der munter machenden Wirkung des Kaffees belegen Studien außerdem, dass er auch den Spiegel des als „Stimmungshormon“ bekannten Serotonin im Blut steigert und so das subjektive Wohlbefinden steigert.
Das Kaffee-Koffeein kann – im Gegensatz zu Teein – rasch aufgenommen werden und wirkt dadurch entsprechend schneller. Nach ca. 20 Minuten entfaltet es seine maximale Wirkung und lässt in etwa 6 Stunden zur Hälfte nach.
Allerdings muss jeder das persönliche Maß für sich selbst finden. Dies hängt mit dem Körpergewicht und der Gewöhnung an Kaffee zusammen.  

Kaffee ist ein sehr sensibles Lebensmittel. Wasserqualität und Zubereitungsart entscheiden über den Geschmack!
Experimentieren Sie bei der  Dosierung des Kaffees – ein Löffel mehr oder weniger kann enorme Unterschiede im Geschmack bewirken. Nicht jeder Kaffee ist gleich – deshalb kann auch keine einheitliche Dosieranleitung gegeben werden! Meist gilt für unseren hochwertigen gepa-Kaffee: weniger ist mehr!  

Ob Filterkaffee oder Setzkaffee, Espresso-Maschine oder Vakuum-Methode  – der persönliche Geschmack entscheidet über das Brühverfahren. Probieren Sie auch einmal Kaffee mit einer Prise Zimt oder Vanille – köstlich!  

Noch ein Tipp: trinken Sie - wie in Wiener Kaffeehäusern oder auch in Frankreich üblich – zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser! Kaffee entzieht dem Körper Wasser, und so wird dieses dem Körper gleich wieder „zugeführt“.    

5. Aufbewahrung  
Ein Tipp aus unserem Kaffeelabor: Bewahren Sie Kaffee immer  kühl und trocken auf – am besten in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank! Wie jedes frische Lebensmittel bewahrt er so am besten sein Aroma!

 

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